Liebe Leserin! Lieber Leser!

 

Mit diesem Pfarrblatt möchten wir Sie wieder einladen, teilzuhaben an der Lebendigkeit unserer christlichen Gemeinde. Es tut gut und „lohnt sich“, miteinander unterwegs zu sein.

Die Lektüre unseres Pfarrblattes bietet

1.spirituelle Impulse, die Sie in Ihrer Suche und in Ihrem Glauben (be-)stärken möchten

2.Informationen über unsere vielfältigen pfarrlichen Angebote

3.Anregungen, wachsam zu sein und aufzustehen in einer Zeit, in der die Grenzen nach rechts immer weiter verschoben werden. Manche bezeichnen diese Jahre bereits als Jahre der Unverschämten.

 

Die Feier der Kar- und Ostertage macht die Mitte unseres Glaubens gegenwärtig. Wir bemühen uns wieder um eine ansprechende Gestaltung unserer Liturgie.

 

An dieser Stelle möchte ich den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die immer wieder bereit sind, ihre Ideen und ihre Zeit einzubringen. Davon lebt unsere Pfarr-Gemeinde!

 

Mag. Franz Ofenböck, Seelsorger

 

Wir laden ein, mit uns die Karwochen- und Osterliturgie zu feiern

 

Palmsonntag, 14. April 2019 um 9Uhr30

Freude und Trauer,

Angst und Hoffnung, Leben und Sterben,

Zustimmung und Ablehnung,

Liebe und Hass,

Jubel und Wut,

Palmblätter und Dornenkrone

Freunde und Feinde

Wie menschlich. Wie nahe alles zusammen. Wie sehr gehört alles zu unserem Leben.

Zu unserem Leben in Fülle.

 

Gründonnerstag, 18. April 2019 um 19Uhr

Erfüllte Gemeinschaft,

miteinander essen und trinken,

feiern, was uns verbindet.

Fragen:

Woraus lebe ich?

Angebot Jesus?

Für wen bin ich Brot?

 

Karfreitag, 19. April 2019 um 19Uhr

Ecce Homo – siehe, welch ein Mensch

Weniger als die Hoffnung auf ihn

Das ist der Mensch

Einarmig

Immer

Nur der Gekreuzigte

Beide Arme

Weit offen – Der Hier-Bin-Ich                   (Hilde Domin)

 

Karsamstag, 20. April 2019

Einladung zur stillen eucharistischen Anbetung in der Kreuzkapelle

 

Ostersonntag, 21. April 2019 um 5Uhr – Auferstehungsfeier

                                                um 9Uhr30 – Ostergottesdienst

Der Stein ist weggerückt

Seht, der Stein ist weggerückt,

nicht mehr, wo er war,

nichts ist mehr am alten Platz,

nichts ist, wo es war.

Halleluja.

 

Seht, das Grab ist nicht mehr Grab,

tot ist nicht mehr tot,

Ende kein Ende mehr,

nichts ist, wie es war.

Halleluja.

 

Seht, der Herr erstand vom Tod,

sucht ihn nicht mehr hier,

geht mit ihm in alle Welt,

er geht euch voraus.                       Lothar Zenetti, + 2019

 

Die österlichen Augen einer liebenden Frau – eines liebenden Menschen – schenken ein neues Erkennen. Und neue Gemeinschaft -durch das gewesene Dunkel hindurch. Die Wundmale sind noch da. Aber sie sind zu Zeichen einer unbeirrbaren Hoffnung geworden, die singt: „Stärker als der Tod ist die Liebe.“

 

Ostermontag, 22. April 2019 um 6Uhr45 Emmausgang

                                              um 8Uhr    Hl. Messe

 

„Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern unterwegs nach Emmaus…“

Immer ist es dieser dritte Tag, 

da wir verzagt und ratlos nach Emmaus gehen

und dich nicht sehen.

Und doch bist du bei uns, Herr.

 

Immer ist es dieser dritte Tag,

da wir dich hören und nicht verstehen,

was rundum geschehen.

Du sprichst dennoch zu uns, Herr.

 

Immer ist es dieser dritte Tag,

da uns beim Brotbrechen

die Augen aufgehen

und wir dich erkennen und

brennenden Herzens gestehen:

Du lebst unter uns,

Herr, Halleluja!                         (Silja Walter)

 

 

Was macht unsere christlichen Kirchen aus?

 

Die Freude an Gott, nicht an der Macht –

macht die Kirche aus.

Deswegen glaube ich an die Zukunft der Kirche,

weil es auch unter uns Frauen und Männer gibt,

die ihre Stimme erheben um der Wahrheit willen,

Veränderung einfordern um der Gerechtigkeit willen,

sich für das Leben einsetzen

und so gegen den Tod protestieren.

 

Die Freude an Gott, nicht an der Macht –

macht die Kirche aus.

Deswegen glaube ich an die Zukunft der Kirche,

weil es auch unter uns Frauen und Männer gibt, 

die teilen, helfen, heilen,

und damit Hoffnung stiften und zeigen,

dass man im Vertrauen weiter kommt

als mit Geld und Macht und Vorräten

und dem x-ten Paar Schuhe.             (Roland Breitenbach)

 

Propheten heute

 

Moderne ProphetInnen hören die Nachrichten

auch zwischen den Zeilen, machen sich einen Reim 

auf die Ungereimtheiten der Berichterstattung.

 

Moderne Propheten sitzen manchmal

Deprimiert in U-Bahn-Stationen,

weil Ginstersträuche in der Stadt selten sind.

 

Moderne Propheten wollen ab und zu fliehen 

vor der Last des Redenmüssens,

buchen einen Flug in die Südsee

und bleiben stecken – wie Jona – im Walfisch Stau.

 

Moderne Propheten sind Publizisten, Busfahrer, 

Händler oder Artisten, entscheidend ist nicht der Beruf

sondern der von innen vernommene Ruf.

 

Moderne Propheten schauen in die Gegenwart,

weil die Zukunft noch formbar ist.        (nach Anna Tomczyk)

 

ProphetIn:

ahnend, sich sorgend, vertrauend und doch nicht gehört….

Eindringlich, überzeugt, ringend und doch nicht wahrgenommen

später aber ernst genommen und erkannt in Weisheit und Weitsicht

wie ein Licht im Dunkeln…                      (Maria Radziwon)

 

 

 

Österliches….

 

„Es ist gut zu spüren:

Da ist eine Hand, die mich hält.

Es ist gut zu spüren:

Ich bin nicht allein in meinem Leben.

Es ist gut zu spüren:

Auch wenn keine Menschenhand mich

mehr hält,

bleibe ich geborgen in deiner Hand,

mein Gott.

(Jörg Buchna)

 

Arthur Schopenhauer:

„Ich glaube, wenn der Tod unsere Augen schließt,

wir in einem Licht stehen,

von dem das Sonnenlicht nur ein

blasser Schimmer ist.“

 

Hanns Dieter Hüsch:

„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit,

Gott nahm in seine Hände meine Zeit.

Mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,

mein Triumphieren und Verzagen,

das Elend und die Zärtlichkeit.“

 

 

Ferdinand Klostermann,Pastoraltheologe in Wien, 1982, nach einer schweren Operation, 

vier Tage vor seinem Tod:

 

Ich habe gefühlt, dass ich jetzt sterben muss.

Ich habe gefühlt, dass ich sinke, tiefer und tiefer.

Ich habe an nichts gedacht,

nichts aus dem Evangelium oder aus der Theologie ist mir

eingefallen,

kein Gedanke an Gott und Christus,

an Gebet oder Sakrament.

Ich habe nur gefühlt, dass ich falle,

aber nicht ins Bodenlose.

 

Ich war mir ganz sicher:
Wenn ich unten bin, werde ich gehalten,

bin ich geborgen.

Wenn alle Theologie, die ich aufgenommen

und selbst betrieben habe,

wenn alle Sakramente, die ich gefeiert habe,

und die ganze Botschaft des Evangeliums,

die ich geglaubt habe, dieses eine bewirkt haben,

dann hat es sich gelohnt.

 

Ein Wunsch zu Ostern

 

Ostern ist oft ein Weg, ein Prozess. Denn die Erfahrung der Auferstehung für das eigene Leben, die Verwandlung von Trauer und Mutlosigkeit in Hoffnung und Lebensfreude, braucht manchmal ihre Zeit.

Oft genug stehen wir vor Gräbern, nicht nur solcher, die der Tod uns bereitet, sondern auch vor solcher zerstörter Hoffnungen und Lebenskonzepte. Es ist wichtig, dass wir uns dem Schmerz des Verlustes stellen. Aber es kommt auch die Zeit, da wir unseren Gräbern den Rücken kehren müssen. „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5c)

Möge Gott Ihnen seine Gnade schenken, damit Sie zu jeder Zeit Wege 

in eine neue Lebenszukunft finden.

 

 

Auferstehung

 

Heute sollst du auferstehen aus der Erde Klüften,

heute auferstanden gehen über Grab und Grüften!

 

Siehe zweifelnd nicht zurück, Mensch, mit Sorg und Frage!

Aufersteh und vorwärts blick heut an diesem Tage!

 

Wäre Christus, tausendmal aus dem Grab erstanden,

nicht in dir, du bliebst mit Qual doch in Todesbanden.

 

Heute will aus deiner Haft Gott, dein Herr dich heben!

In der Auferstehung Kraft fange an zu leben!

 

Lebe! Geh an Christi Hand! Aufersteh vom Staube!

Jeder seh, daß Christ erstand, Mensch, an dir – und glaube!

 

(Arno Pötsch, 1900-1956)

 

 

Osterbotschaft

 

„Christos voskresse“, „Christos anesti”,

So grüßen sich am Ostermorgen die Christen in Russland oder Griechenland.

„Christus ist auferstanden!“

Und die Antwort: „Er ist wahrhaft auferstanden!“

Der große deutsche Dichter Novalis hat das in den einfachen Satz gefasst:

„Ich sage jedem, dass ER lebt und auferstanden ist.“

 

Darin steckt die Freude über die Wirklichkeit der Auferstehung.

Und der Anstoß, sich diese Wirklichkeit „zuzusagen“ – einer dem anderen,

verbunden mit dem Wunsch, dass wir etwas von „Auferstehung“ erleben,

immer wieder, mitten im Alltag, gerade nach schmerzlichen Erfahrungen.

 

 

 

 

 

 

 

Paulus aus Tarsus – Jesu Auferstehung – Fundament unserer Hoffnung

 

Wenn wir nun gepredigt haben, dass GOTT Christus von den Toten auferweckt hat, wie können da einige von euch behaupten: „Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?“ Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann kann auch Christus nicht auferstanden sein. Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, dann ist euer Glaube nichts als Selbstbetrug…und völlig wertlos. Wenn unsere Hoffnung auf Christus trügt und nicht über den Tod hinaus trägt, sind wir die bedauernswertesten Menschen auf der ganzen Welt…..Weil wir aber zu Christus gehören, werden wir alle zu neuem Leben auferstehen….    (1 Kor 15)

 

 

Österliches Halleluja

Rund um den Erdkreis ertönt und erklingt es heute,

das österliche Halleluja.

 

Alle Welt und jeder Mensch soll es heute hören und erfahren,

das österliche Halleluja.

 

Bis an die fernsten Orte und in den letzten Winkel will es heute dringen,

das österliche Halleluja.

 

Allen Völkern und in allen Ländern soll es heute verkündet werden,

das österliche Halleluja.

 

Verzweifelte und Verblendete will es heute erreichen,

das österliche Halleluja.

 

Glaubenslahme und Glaubensmüde soll es heute neu bewegen,

das österliche Halleluja.

 

In jedem Herzen und in jeder menschlichen Seele will es heute erschallen,

das österliche Halleluja.

JESUS LEBT!                (Paul Weismantel)

 

 

„Der Tod ist die uns zugewandte Seite des Ganzen,

dessen andere Seite Auferstehung heißt.“     (Romano Guardini)

 

„Meine Zukunft wird nicht Sterben und Verwesen, Verlieren und Vergessen sein, sondern Heilwerden. Ganz werden. Erlöst sein.“ (Jörg Zink)

 

 

Dass diese österliche Hoffnung Ihr Leben trägt und die Kraft gibt, sie im Alltag zu bezeugen und auszustrahlen, wünschen wir Ihnen: GESEGNETE OSTERN!

 

Karl MOLNAR                                                                                  Mag. Franz OFENBÖCK

       Stellv. Vorsitzender                                                                                       Seelsorger