Das Geheimnis „Gott“ erahnen….

Gedanken aus unserer Firmvorbereitung

 

Gibt es nicht viele Dinge, die wir nicht sehen, zählen, messen noch wiegen können, die aber doch spürbar da sind? Oder kannst Du etwa wiegen

-         Wie viel Angst einer hat, wenn er allein ist

-         Wie viel Liebe in einem Kuss liegt

-         Wie treu ein guter Freund  /eine gute Freundin ist

-         Wie viel ein gutes Wort ausmacht

-         Wie viel Geborgenheit in einer Umarmung liegt

Beweisen kann ich natürlich nichts. So wie ich Gott nicht beweisen kann. Er ist eben nicht so klein, dass Wissenschaftler ihn im Reagenzglas untersuchen könnten.

Auch dicke Bücher können ihn nicht fassen, denn: Gott ist unfassbar anders; er bleibt Geheimnis; er will gesucht und ersehnt werden.

 

„Könntest du Gott begreifen, so wäre er nicht Gott.“ (Augustinus)

 

„Gott sei Dank gibt es nicht, was sich 60 – 80% unter Gott vorstellen.“ (Karl Rahner)

 

Das Auge sagte eines Tages:
„Ich sehe hinter diesen Tälern im blauen Dunst einen Berg.

Ist er nicht wunderschön?“

Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile:
„Wo ist ein Berg? Ich höre keinen.“

(Khalil Gibran)

 

 

Vertrauen haben…

 

In einer Stadt bricht des Nachts plötzlich ein Brand aus. Eines der größten Wohnhäuser steht in Flammen. Schon sind die unteren Geschoße zerstört. Notdürftig bekleidet hetzen die Bewohner ins Freie. Darunter auch eine große Familie. Vor dem Haus stehen sie beisammen. Der Vater zählt die Kinder, eines fehlt: der fünfjährige Bub. Im Augenblick der Flucht war er nicht nach unten gerannt, sondern er war den Rauchschwaden ausgewichen in ein oberes Stockwerk…

 

Keine Möglichkeit noch einmal das Haus zu betreten.

Da öffnet sich oben ein Fenster. Der Bub schreit. Sein Vater entdeckt ihn

und ruft: „Paul, spring ruhig! Ich fange dich schon auf…“

Das Kind sieht die schreckliche Tiefe und den Rauch der Flammen.

Aber es hört die Stimme des Vaters…Es hört ihn, ohne ihn zu sehen.

Erschrocken ruft der Bub: „Vater, ich sehe dich ja nicht…“

Und der Vater: „Aber ich sehe dich. Das genügt doch. Komm, spring!“

Das Kind springt und fällt heil und gesund in die Arme des Vaters…

 

(Aus dem ersten Elternabend zur Erstkommunionvorbereitung)

 

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres!“ (Albert Einstein)

 

„Wenn wir uns jeden Tag einen Moment Zeit nehmen, um mit Gott zu schweigen, bewahren wir unsere Seele, bewahren wir unsere Freiheit.“

Papst Franziskus rief in seiner Neujahrspredigt im Petersdom dazu auf, sich vor der Betäubung durch Lärm und Geschwätz zu schützen.

 

„Heimat in Gott zu finden, ist der Inbegriff der Gnade. Wer diese Gnade hat, wird Heimat überall finden können.“ (Clemens Sedmak)

 

So leicht …Fortgehen ist leicht. Unterwegs sein ist leicht. Die Welt entdecken ist leicht, WENN es diesen Ort (oder diesen einen Menschen) gibt, einen, zu dem man zurückkehren kann. (D.Bewernitz)

 

An spirituellen Kraftorten kann ich auftanken in kraftlosen Zeiten,

kann meinen Tränen freien Lauf lassen und so sein, wie ich bin.

Aber ich werde inspiriert, spirituell und intellektuell,

ganz lebensnah und gleichzeitig tief und manchmal auch verstörend.

Und ich finde Ruhe und Geborgenheit, Ermutigung und Vertrauen in Gott.

(Ulrike Böhmer, Religions- und Sozialpädagogin)

 

Orte für die Seele sind für jeden Menschen wichtig,                       Spirituelle Orte sind für mich Orte,

weil sie Heimat geben, zur Ruhe kommen lassen,                          an denen mein Herz weit wird,

inspirieren und Kraftquelle des Lebens sind.                                   Sodass Gott darin Platz findet.

(Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Bamberg)                                       (Sr. Jordana Schmidt OP)

 

S T I L L E…….

STILLE kommt von STEHEN. Wer still werden will,

muss stehen bleiben, um schauen und horchen zu können.

„Nur zu Gott hin wird meine Seele still“, sagte der Psalmist.

Wie eine Mutter ihr hungriges Kind stillt,

so braucht unsere Seele den mütterlichen Gott,

der das unruhige Herz beruhigt, der unsere Sehnsucht stillt.

Dann wird die Stille zum RUHEN in GOTT,

zum Stehen in seiner Gnade.

(Anselm Grün)