Seelennahrung

 

 

Der kleine Prinz

 

 

 

Hast du Angst vor dem Tod?“ 

 

fragte der kleine Prinz die Rose.

 

Darauf antwortete sie: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“

 

 

 

Antoine de Saint-Exupéry

 

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche dir, dass du dir ein Gespür bewahrst

 

für die leisen Töne des Lebens

 

und im Umgang mit den Menschen

 

zart sein kannst und genau,

 

offen für ihre Not 

 

und sensibel für das, was sie brauchen.

 

 

 

Ich wünsche dir die Erfahrung der Nähe Gottes

 

in allem Dunkel und allen Ängsten deines Lebens,

 

dass immer dann ein Mensch

 

für dich da ist,

 

wenn du dich selbst nach Hilfe,

 

Verständnis und Nähe sehnst,

 

dass du dich aufgehoben 

 

und geborgen weißt

 

in Freundschaft und Liebe. 

 

 

 

                                                                                 Christa Spilling-Nöker

 

 

Adventliche Impulse

 

Gottesgeburt

 

Wenn ich zu mir komme

und das Außen loslasse

wenn ich aus dem Reden

ins Hören komme

aus dem Tun ins Sein

und nicht länger flüchte

dann erst kann Gott

bei mir ankommen

und zur Welt kommen 

in mir

durch mich

zu den Menschen.                             (Andrea Schwarz)

 

Der Neinengel

 

Das muss ein starker Engel sein, der uns Mut macht für ein Nein.

 

Ein Kämpferengel, der gerade geht, der sicher auf beiden Füßen steht.

Ein trotziger Engel hell wie der Tag. Einer, der offene Worte mag.

 

Das muss ein starker Engel sein, der uns den Mut macht für ein Nein.

 

Ein Nein, das heißt ja etwas wagen. Das nicht zu tun, was alle sagen,

ist schwer, viel schwerer als zu nicken, sich einzufügen und zu schicken.

 

Das muss ein starker Engel sein, der uns den Mut macht für ein Nein.      (Jutta Richter)

 

 

Entdeckung

 

„Helft uns, Gott zu finden:“

            „Keiner kann euch dabei helfen.“

„Warum nicht?“

            „Aus dem gleichen Grund, aus dem einem Fisch nicht geholfen werden kann,

            den Ozean zu finden.“            (Anthony de Mello)

 

 

Herbergsuche

 

Herbergen sind rar, damals wie heute. Nicht alle finden darin Unterschlupf, weder zur Zeit Jesu noch in unseren Tagen. Darum tut es gut, sich bewusst zu machen, wie sehr wir alle zeitlebens von guter Quartiergabe abhängen Jörg ZINK hat das einmal treffend so beschrieben:

„Diese Erde ist nicht unsere Heimat. Wir kommen anderswo her und gehen anderswo hin. Sie ist eine Herberge auf Zeit. Wie der Stall von Bethlehem für die Familie aus Nazareth. Auch während unserer Lebenszeit auf dieser Erde ist es unser Geschick, immer auf Zeit eine Herberge zu finden. Als Kind in den Armen der Mutter, später in einem Kreis von Freunden, in einer Mietwohnung, in einer Aufgabe, in einer (Pfarr-) Familie, im Kreis altwerdender Bewohner/innen eines Heimes.

Immer verbindet sich mit der kurzen Zeit, in der wir eine Herberge haben, die Chance, dass da etwas durch uns zur Welt kommt. Nicht gerade das Kind von Bethlehem, wohl aber eine Gestalt des christusförmigen Menschen: eine Güte, eine Zärtlichkeit, eine Hilfe, eine Hingabe, eine Einsicht, ein Glaube, ein Vertrauen, mit dem wir dem anderen begegnen.“

(Jörg Zink)

 

„Phasen des Rückzugs können innerer Einkehr dienen, um sich aufs Wesentliche zu besinnen.“

(Karin Flennreiss-Frankl, Psychologin)

 

 

 

 

Gedanken rund um die Messe für EHEJUBILARE

 

Hören und Lieben

 

„Das wirkliche Hören ist ein Akt der Liebe, der Teilnahme, des Mitleidens und des Berührtseins von der Stimme, die einen anredet.“

 

Fulbert Steffensky, geb. 1933, evang. Theologe

 

Wenn Liebe das ist,

was einen ganz und gar umkehrt,

was jede Faser verrückt,

so kann man das hier und da empfinden.

Wenn aber zur echten Liebe dazukommt,

dass sie währt, dass sie immer wiederkommt,

immer und immer wieder,

dann hat man nur einmal

in seinem Leben geliebt.

 

Kurt Tucholsky

 

„Die Liebe ist Ausdruck des Verlangens nach Erlösung aus der grundlegenden Einsamkeit, in der sich der Mensch auf seinem Weg von der Geburt bis zum Tod befindet.“

 

Eugen Drewermann

 

Messe mit Ehejubilaren

 

Alle Paare, die in diesem Jahr ein Ehejubiläum feier(te)n, laden wir am

DIENSTAG, dem 8. Dezember 2020 (Mariä Erwählung), um 09.30Uhr zum GOTTESDIENST in unsere Pfarrkirche ein.

 

Da es uns aus Datenschutzgründen nicht möglich ist, alle Paare anzuschreiben, ersuchen wir um Anmeldung im Rahmen der Kanzleistunde von Frau Monika Bauer (MO 9-10Uhr) bzw. in der Sprechstunde unseres Seelsorgers (FR 9-10Uhr).

Im Anschluss haben wir vor, Sie/Euch mit Café/Tee und Kuchen zu verwöhnen!

 

 

Sakramentenvorbereitung 2021

 

Erstkommunion: Erster Elternabend am Mittwoch, 13. Jänner 2021, um 19Uhr im PuK

 

 

Firmvorbereitung: Einstieg am Sonntag, 21. Februar 2021 (erster Fastensonntag), erfolgt durch die Mitfeier der hl. Messe mit anschließender Info über unser Vorbereitungskonzept.

 

 

Für jene, die ihre Liebe vor Gott im Sakrament der Ehe besiegeln möchten:

Prospekte über die angebotenen EHESEMINARE liegen auf dem Schriftenstand unserer Pfarrkirche.

Zu empfehlen ist das EHESEMINAR in KREMS St. PAUL. Zeitgerechte Voranmeldung unbedingt nötig!

 

 

 

 

 

 

 

„Der Mensch muss umarmt sein, um leben zu können“ (+Bischof Reinhold Stecher).

 

Eine „Ode“ an die Umarmung

 

ICH hab Sehnsucht. Und die wächst jeden Tag. Ich umarme nämlich gern. Nicht jeden, wo denken Sie hin. Aber halte jeden, den ich gern hab und der die Basics der Körperpflege beherrscht. Das Ausdrücken von Emotionen hat bei mir was mit Drücken zu tun.

 

Meine besten Freundinnen wissen das und ducken sich beim Begrüßen regelmäßig für Sekundenbruchteile weg, bevor sie sich dann doch erweichen lassen. Dann hole ich tief Luft, nehme innerlich Anlauf, breite die Arme weit aus, ignoriere das Quietschen des Gegenübers, bohre meine Nase in dufte schamponiertes Haar, schließe die Augen und freue mich mit einem großen, hörbaren Seufzer des Lebens – und meiner Freundinnen.

 

Während diese Hilfe suchend nach anderen Personen Ausschau halten oder nach einem Gesprächsthema suchen, das in einer anderen Körperhaltung angemessener zu besprechen wäre, halte ich noch zwei, drei Sekunden aus, dann geht’s wieder los. Umarmen. Es ist eine vielsagende Geste – ganz ohne Reden.

 

Und jetzt? Corona hat mich gefühlt um 7349 Umarmungen gebracht. Mindestens. Meine inneren Anläufe enden nun in einem inneren Bauchfleck. Und ha, auch die schmerzen. Social Distancing bringt mich um eine der erfüllendsten Berührungen. Ich weiß gar nicht mehr, wen ich zuletzt außerhalb meines Haushaltes umarmt habe. So lange ist das her. Mittlerweile fehlt es mir so sehr, dass mich im Supermarkt, wenn ich an der Kassa in der Schlange stehe, manchmal der Gedanke übermannt: „Dich würde ich gern umarmen. Oder dich. Oder dich.“ So sehr fehlt es mir.

 

Ich denke auch an die Abschiedsumarmungen, an solche, die mir schwerfielen, weil sie endgültig waren, oder an die, die man sich lange vorstellt, bevor sie passieren. An die ersten scheuen Umarmungen, bei denen man kurz am Nacken des anderen schnuppert. An die kurzen, nachlässigen, die ich nun bereue. Hätt ich doch nur noch mehr umarmt. Das hol ich alles nach.

Seien Sie gedrückt

 

 

Impulstexte für die Fastenzeit

 

Mich neu Gott zuwenden

 

Wende dich mir zu,

Mensch,

und finde

mehr.

Nichts anderes erfüllt dich ganz.

Niemand anderer trägt dich durch.

 

Wende dich mir zu,

denn ich bin Gott

und nicht einer, der dich morgen nicht mehr kennt,

keiner, der auf Nutzwert dich reduziert.

 

Wende dich mir zu

und staune,

entdecke,

auf

neu.

 

Wilhelm Bruners

 

Aschenkreuz

 

Statt Schulterklopfen

Asche auf den Kopf.

Ein merk-würdiges Zeichen

Inmitten einer Welt der Stärke.

 

Asche – nicht nur auf dem Kopf,

auch im Herzen!

Gerade hier:

Erinnerung an verlöschte Feuer,

Vermissen von Glanz,

Trauer um vergangene Wärme.

 

Asche –

Ein starkes Zeichen

Für die Schwächen der Zeit.

 

Ihre Sichtbarkeit an der Stirn:

Nicht Hinweis auf Erniedrigung,

 

sondern Symbol für ein Leben,

 

in dem Menschlichkeit entsteht,

weil Schwäche eingestanden wird,

 

wo Reifung möglich ist,

weil Grenzen nicht verschwiegen werden,

 

wo Weisheit wächst,

weil der Blick auf das Verstehen nicht verstellt ist,

 

wo Großzügigkeit sich ausbreiten kann,

weil Gottes Gegenwart Räume öffnet.

 

Stefan Schlager

 

 

 

 

 

„Gott sehnt sich danach, dass wir uns nach ihm sehnen“ (Augustinus)

 

Götterdämmerung

 

Kirchen geschlossen

Kapellen umgewidmet

das Allerheiligste entweiht

der Altar geopfert

das ewige Licht gelöscht

das Göttliche ausgetrieben 

aus unserer Mitte.

 

Dafür sprießen shopping malls

und Banken aus dem Boden

doch der neue Gott des Geldes 

wird zur Geißel

wir stürzen uns wie Lemminge

ihm zum Opfer

in den tödlichen Abgrund.                                            Andreas Knapp

 

 

Unsere innere Größe

 

Zart und verletzbar

ist die Balance unseres Lebens.

Wir haben hier keine bleibende Sicherheit,

jede Stunde kann unsere letzte sein.

Auf Messers Schneide reifen und wachsen wir,

oft sogar über uns selber hinaus.

Diese Gratwanderung ist unsere Berufung.

In der Balance bejahen wir unsere Vorläufigkeit.

Wir lieben die Welt

und tragen unsere Leidenschaft

für unser knappes, aber erfülltes Leben

wie einen Schatz in uns.

Es ist Ausdruck unserer inneren Größe,

dass wir uns hier trotz anhaltender Gefährdung

eine Heimat schaffen können

und unserem Leben in all seinen Begrenzungen

eine Leuchtkraft verleihen,

die ausdrückt, dass wir frei sind.

Auch in unserer Hilflosigkeit

Können wir größer als Leben und Tod werden:

WIR SETZEN UNSEREN ANKER IN DAS EWIGE.

 

Meinrad Feichter – Ulrich Schaffer: Gezählte Tage sind kostbare Tage. Ein Erfahrungs- und Mutmachbuch 

 

Leicht überhörbar

 

„Geh du vor“, sagt die Seele zum Körper,

„auf mich hört er nicht,

vielleicht hört er auf dich.“

 

„Ich werde krank werden,

dann wird er Zeit für dich haben“,

sagt der Körper zur Seele.                                          Ulrich Schaffer, Entdecke das Wunder, das du bist

 

 

„Wir Menschen sind nicht geschaffen, Götter zu sein.

Wir sind geboren, um zu leben, zu leiden, zu lieben, zu wachsen, uns weiterzuentwickeln, neue Dimensionen zu erobern und uns in Demut und Dankbarkeit zu üben. Demut vor dem, was uns geschenkt wurde: Das LEBEN.

 

Eva Reisinger Löbl

 

 

 

 

 

Vorankündigung:

Wenn es die COVID-19 Lage zulässt würden wir in der Fastenzeit 

1x wöchentlich vom 12.2.-27.3.2021, also 6x

einen Meditationsabend mit Schwester Hilda Correia anbieten.

Nähere INFO erhalten Sie bei den Verlautbarungen bzw. im Schaukasten.

 

 

 

 

 

Vorankündigung:

Der Kabarettabend „einvernehmlich verschieden“ mit Günther Lainer und Ernst Aigner ist für Mittwoch, den 06. Oktober 2021, um 19.30Uhr im Gasthof Bauer in Feuersbrunn geplant.

 

 

 

Liebe Theaterfreunde!

Aufgrund der derzeitigen Situation haben wir unsere Theateraufführungen auf März 2022 verschoben. 

Wir möchten Ihnen und auch uns fröhliche Theaterstunden mit kulinarischen Pausen gewähren, vor allem ohne Masken (wenn möglich).  
Wir hoffen sehr, dass wir dies 2022 ermöglichen können. 

Wir bleiben gesund und mit Ihnen verbunden. 

Auf diesem Wege wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben einen besinnlichen Advent. Zwar heuer ganz anderes, aber mit Liebe im Herzen wird es sicher auch eine schöne Zeit. 

G’sund bleiben!

Ihr 
hadersDORFtheater 

Evelyn Fritzenwallner 

 

 

 

REDAKTIONSSCHLUSS FÜR DAS OSTERPFARRBLATT IST DER 06.03.2021 

 

 

Beiträge für die Homepage bitte gleich nach einer Veranstaltung verfassen und an:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   schicken!

Beiträge für das Pfarrblatt bitte an:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken!

DANKE